kritische Chronik zum Kopp-Verlag

2017
Am 14. September 2017 stellte der Kopp-Verlag das Online-Newsportal „Kopp-Report“ online.

2016
Am 29. Oktober 2016 fand in Kongress am Park in Augsburg ein Kongress des Kopp-Verlag unter dem Motto „Geopolitik – Warum die Welt keinen Frieden findet!“ statt. Angekündigte Referent*innen waren Friederike Beck, Wolfgang Effenberger, F. William Engdahl und Dr. Daniele Ganser.
Eine Karte kostete 69 Euro.
Es kamen über 600 TeilnehmerInnen.
Laut Berechnungen vom „Bayrischen Rundfunk“ erbrachte der Ticket-Verkauf 71.000 Euro, wogegen die Halle nur 5.000 Euro Miete kostete.

Vom 1. bis zum 2. Oktober 2016 fand in der Messe des Flughafens von Stuttgart der erste Kopp-Kongress statt. Angekündigte Referent*innen waren Michael Brückner, Dr. Andreas von Bülow, Erich von Däniken, Thomas Mehner, Armin Risi, Hans Tolzin, Prof. Dr. Claus W. Turtur, Udo Ulfkotte, Willy Wimmer und Gerhard Wisnewski. Die Moderation übernahm Markus Gärtner.
Eine Karte kostete 150 Euro.

Am 23. April 2016 fand in der Stadthalle in Fürth, Stadthalle ein Kongress des Kopp-Verlags zum Thema „Perfekte Krisenvorsorge“ statt. Angekündigte Referent*innen waren Andreas Häckel, Janne Kipp, Lars Konarek, Stefan Schubert und Wolf-Dieter Storl.
Eine Karte kostete 69 Euro.

Für den 8. April 2016 kündigte der Kopp-Verlag eine Vortragsveranstaltung mit dem Ex-BILD-Chefredakteur Peter Bartels in der Reutlinger Stadthalle an. Die Veranstaltung fand aber schlussendlich nicht statt.
Als Grund für die Absage nannte der Kopp-Verlag Sicherheitsbedenken. Ein kritischer Artikel mutmaßt eher dass kaum Karten verkauft worden seien.

Laut einem Artikel in der „WirtschaftsWoche“ vom März 2016 verschickte der Kopp-Verlag pro Tag mehr als 10.000 Bücher und die Kundenkartei zählte 700.000 regelmäßige Kund*innen. Zudem soll der der Kopp-Verlag ein jährliches Umsatzwachstum von 10 bis 20 Prozent haben und 2015 einen „mittleren zweistelligen Millionenumsatz“ erbracht haben.

Am 19. Februar 2016 fand in der Reutlinger Stadthalle die Kopp-Vortragsveranstaltung „Gerhard Wisnewski im Gespräch“ zum Thema „verheimlicht – vertuscht – vergessen“ statt. Eine Karte kostete 20 Euro.

Die „Deutsche Bahn“ stoppte im Januar 2016 knapp 600 Werbe-Plakate des Kopp-Verlags auf Bahnhofs-Geländen in ganz Deutschland.

Ende Januar 2016 reichte ein Anwalt des Kopp-Verlags bei der Staatsanwaltschaft Tübingen Klage gegen den ehemaligen Rottenburger Stadtrat Albrecht Bodenmiller ein, weil er einen Leserbrief von diesem über den Kopp-Verlag als „strafrechtlich relevant beleidigend“ beurteilte und als „Verleumdung“ bewertete. Die Klage wurde von der Staatsanwaltschaft im Juli 2016 eingestellt: „Zum Schutz der Meinungsfreiheit“.

Im Januar 2016 wurde bekannt dass der Kopp-Autor Gerhard Wisnewski nicht wie in den Jahren zuvor sein Jahrbuch „verheimlicht vertuscht vergessen“ im Verlag Droemer Knaur veröffentlichen wird. Die Ausgabe für 2016 erschien stattdessen im Kopp-Verlag.
Der Verlag hatte nach 23 Jahren sich im Dezember 2015 von seinem Autor getrennt, weil dieser gegen Flüchtlinge hetzte.

2015
Im Dezember 2015 entschied sich der Kopp-Verlag das Sponsoring der Männer-Volleyball-Mannschaft Turnvereins Rottenburg wieder aufzunehmen. Nach Kritik hatte er es 2011 ausgesetzt.

Im Oktober 2015 wurde durch eine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Rita Haller-Haid bekannt dass der Kopp-Verlag ein Prüffall des Inlandgeheimdienstes „Verfassungsschutz“ ist.

In einem Offenen Brief vom 28. August 2015 forderte die Rottenburger SPD Jochen Kopp nach einem Kopp-Online-Artikel gegen Geflüchtete („Invasion: Flüchtlingswelle ist der Verteidigungsfall“) des Autors Gerhard Wisnewski Stellung zu nehmen. Konkret hieß es in der Stellungsnahme der SPD: „Solche Beiträge zu schreiben und zu publizieren mag noch in weitestem Sinne auf der Grundlage der Meinungs- und Pressefreiheit toleriert werden. Sie erfüllen uns dennoch mit Abscheu und sind unseres Erachtens geeignet, Hass gegen die Flüchtlinge zu schüren, unsere Gesellschaft zu spalten und – allein schon durch die Sprache suggeriert – Gewalt nahe zu legen oder zu rechtfertigen. Brennen nicht schon genügend Asylwohnheime?“
Andere Gemeinderatsfraktionen und der Rottenburger Oberbürgermeister Stephan Neher (CDU) schlossen sich der Kritik an.
Jochen Kopp stellte sich hinter seinen Autor.

„Kopp Online“ hatte laut der Wochenzeitung im August 2015 4.300.000 Zugriffe.

Im August 2015 veröffentlichte die Kopp-Autorin Eva Herman auf der Seite der rechten „Wissensmanufaktur“ einen achtseitigen Aufsatz mit dem Titel „Flüchtlings-Chaos: Ein merkwürdiger Plan“. In diesem vertrat sie die Verschwörungstheorie dass eine geheime Macht hinter der aktuellen Flüchtlingskrise stecken würde.

Im Spiegel-Magazin 38/2015 stand das Kopp-Buch „Mekka Deutschland“ des antimuslimischen Rassisten Udo Ulfkotte auf Platz 15 der Bestsellerliste im Bereich ‚Sachbuch‘ (sic!).

Vom 11. bis 12. April 2015 fand in Sindelfingen ein Erich-von-Däniken-Kongress des Kopp-Verlags zum 80. Geburtstag des Autors statt. Etwa 2.700 Besucher*innen bezahlten 120 Euro Eintritt.

Am 5. Januar 2015 trat der Kopp-Bestsellerautor Udo Ulfkotte als Redner in Dresden bei PEGIDA vor mehreren tausend Menschen auf. In seiner Rede beklagte er den „Verlust der nationalen Identität“ und forderte die Einführung des Amtes „Rückführungsbeauftragter“.

2014

Der Kopp-Verlag gab für das Jahr 2014 einen Umsatz von 5,7 Millionen Euro an.

Am 22. Dezember 2014 trat der Kopp-Bestsellerautor Udo Ulfkotte als Redner in Bonn bei „Bonn gegen die Islamisierung des Abendlandes“ auf.

Am 4. Oktober 2014 fand in der „Filderhalle“ in Leinfelden-Echterdingen ein Kongress des Kopp-Verlags zum Thema „Das geheime Wissen der Goldanleger“ statt.
Referenten waren Marc Faber, Dimitri Speck, Thorsten Schulte, Peter Boehringer und Bruno Bandulet. Moderator war Ralf Flierl, Chefredakteur des Börsenmagazins „Smart Investor“.
Eine Eintrittskarte kostete 99 Euro.

Im September 2014 erschien eine 180-seitige kritische Dokumentation zum Kopp-Verlag, die dessen Rechtslastigkeit belegt.

2013
Im Jahr 2013 bezog der Kopp-Verlag ein neues Gebäude in Siebenlinden III am Stadtrand von Rottenburg.

Der Rottenburger Stadtrat Albrecht Bodenmiller (BfH/Linke) kritisierte im Februar 2013 das Sponsoring der Bundesliga-Volleyballmannschaft des Turnvereins Rottenburg durch den Kopp-Verlag.
Daraufhin zieht sich der Kopp-Verlag aus der Finanzierung zurück.
Nach dem Ausstieg ihres Hauptsponsors warf der Trainer der Rottenburger Volleyballer Hans Peter Müller-Angstenberger Bodenmiller „undemokratisches Handeln“ vor.

2012
Laut NDR-Angaben von 2012 soll der Kopp-Verlag in diesem Jahr 60 Mitarbeiter*innen beschäftigt haben, die täglich ca. 10.000 Bücher an Kund*innen verschickten.

Personen aus dem Umfeld des NSU-UnterstützerInnen-Netzwerk bauten im Herbst 2012 mit am Dach vom neuen Kopp-Verlagsgebäude in Rottenburg. Konkret gemeint sind thüringische Neonazis vom Bautrupp mit dem Namen „Chaosbau 24“.

Im Mai 2012 berichtet „Kopp Online“ über den Besuch des Kopp-Stammautors Gerhard Wisnewski beim iranischen Diktator und Holocaustleugner Mahmud Ahmadinedschad. Konkret heißt es in dem Bericht u.a.: „Und plötzlich gehen sie auf. Herein kommt ein relativ kleiner, in dunklen Zwirn gekleideter Mann mit schwarzen Haaren, Dreitagebart und – wie in der muslimischen Welt üblich – mit offenem Hemdkragen und ohne Krawatte. Denn dieses Zeichen der Anpassung an die aalglatte westliche Politikwelt gilt hier als verpönt. In etwa so wie eine Hundeleine. Während er freundlich, ja herzlich, lächelt, schüttelt er jedem die Hand. Wie ebenfalls unter Muslimen üblich, spart er die Frauen dabei aus. Stattdessen hebt er seine Hände in einer Art Gebetsstellung, verneigt sich leicht und lächelt dabei freundlich. Für einen Teufel wirkt Ahmadinedschad ziemlich klar und entspannt.“

Im April 2012 schloss der Kopp-Verlag mit Bettina Wulff, der Ehefrau des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff (CDU), einen Vergleich. Zuvor hatte Udo Ulfkotte auf „Kopp Online“ in einem Artikel über ein Vorleben von Bettina Wulff im Rotlichtmilieu spekuliert.
Es sollen vom Kopp-Verlag 10.000 Euro Schmerzensgeld an Bettina Wulff gezahlt worden sein.

Am 4. Februar 2012 fand in der städtischen Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen der Kopp-Kongress „Europa vor dem Crash“ mit den rechten Referenten Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider, Prof. Dr. Wilhelm Hankel, Dr. Bruno Bandulet, Dr. Udo Ulfkotte und der Moderatorin Eva Herman statt.
Die bis zu 700 Besucher*innen zahlten 69 Euro Eintritt.
Dagegen gab es vor der Halle antirassistischen und antifaschistischen Protest.

Der Kopp-Stammautor Gerhard Wisnewski wollte an der antisemitisch-antiamerikanischen Konferenz zum Thema „Hollywoodism“ am 2. bis 5. Februar 2012 in Teheran teilnehmen. Er sagte dann aber aus strategischen Überlegungen heraus wieder ab. Konkret schrieb er: „Leider kann ich der Einladung nicht Folge leisten. So habe ich der Webseite der Konferenz entnommen, dass sie das Phänomen Hollywood sehr stark unter dem Blickwinkel des Judentums und des Zionismus betrachtet. Obwohl dies nicht meine Herangehensweise ist, hätte ich nach der Teilnahme an einer solchen »antisemitischen Konferenz« in Deutschland mit inoffizieller politischer Verfolgung zu rechnen.“

2011
Im Jahr 2011 hatte der Kopp-Verlag rund 60 festangestellte Mitarbeiter*innen.

Im Jahr 2011 wurde per Stadtratsmehrheit ein Neubau für 6 Millionen Euro im Gewerbegebiet „Siebenlinden III“ am Grasigen Weg genehmigt.

Nachdem Albert Bodenmiller, Rottenburger Stadtrat von „Bürgerfreundliche Heimat“/“Die Linke“ 2011 Kritik am Kopp-Verlag geäußert hatte, setzte ein shitstorm gegen ihn ein.
Nachdem seine Adresse vom Kopp-Autor Udo Ulfkotte auf „Kopp Online“ veröffentlicht wurde. Ulfkotte empfahl seiner Leserschaft, sich doch selbst an den Stadtrat zu wenden. Der freue sich bestimmt. Bodenmiller bekam daraufhin Hassbriefe und Drohungen.

Im Dezember 2011 wurde das Online-Nachrichtenformat „Kopp Nachrichten“ mit Eva Herman als Sprecherin nach zwei Jahren eingestellt.

Im Juli 2011 stimmte im Rottenburger Gemeinderat eine „solide Mehrheit“ für die Änderung des Bebauungsplan „Siebenlinden III“ zugunsten des Kopp-Verlags.

Im Juni 2011 belegte das Kopp-Buch „Europa vor dem Crash“ auf der Bestsellerliste des „Manager Magazin“ den Platz 1.

Im März 2011 kaufte der Kopp-Verlag 3,2 Hektar der Gewerbefläche „Siebelinden III“ zu einem Preis, der der Öffentlichkeit nicht bekannt gegeben wurde.

2010
Im Jahr 2010 beschäftigte der Kopp-Verlag 40 Festangestellte und 20 freie Mitarbeiter*innen.

Eva Herman, Buchautorin und Nachrichtensprecherin bei Kopp, interpetierte am 25. Juli 2010 den Tod von 21 Menschen bei der Loveparade in Duisburg auf „Kopp Online“ als Gottesstrafe. Sie schrieb u.a.: „Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen!“

Die BILD veröffentlichte 2010 einige Kapitel aus dem Kopp-Buch „Die Wahrheit und ihr Preis“ von Eva Herman.

Der antimuslimische Rassist Udo Ulfkotte stellte am 9. September 2010 in Berlin in einer groß angelegten Pressekonferenz im Hotel Adlon sein neues im Kopp-Verlag erschienenes Buch „Kein Schwarz. Kein Rot. Kein Gold. Armut für alle im ‘Lustigen Migrantenstadl’“ vor.

Ab dem 1. Juni 2010 produzierte der Kopp-Verlag on Montag bis Freitag die fünfminütige Online-Nachrichtensendung „Kopp Online“ mit der Ex-Tagesschausprecherin Eva Herman als Sprecherin.

2009
In der Ausgabe September 2009 der Mitgliederzeitschrift „ADACmotorwelt“ schaltete der Kopp-Verlag eine zweiseitige Werbeanzeige in Farbe. Kostenpunkt: knapp 100.000 Euro.

Im Jahr 2009 gründet der Kopp-Verlag ein eigenes Magazin, „Kopp Exklusiv. Es erschien zunächst vierteljährlich.

2008
Laut einer Presse-Information von 2008 versandte der Kopp-Verlag täglich rund 1.500 Buch-Sendungen, monatlich 150.000 Kataloge und beschäftigte 30 Mitarbeiter*innen.

Der Kopp-Verlag kooperierte 2008 für ein Werbe-Prospekt mit dem extrem rechten Traditionsunternehmen „Klosterhaus-Versandbuchhandlung & Klosterhaus-Verlag“ aus Wahlsburg-Lippoldsberg in Hessen. Kernbestand des Klosterhaus-Verlages sind die Werke des Autors Hans Grimm (1875-1959), der z.B. Verfasser des berüchtigten Buches „Volk ohne Raum“ war.

In dem Mitgliedermagazin „Deutsche Polizei“ der „Gewerkschaft der Polizei“ Ausgabe 10/2008 erschien eine Anzeige des Kopp-Verlags für das Buch „SOS Abendland. Die schleichende Islamisierung Europas“ von Udo Ulfkotte. In der darauf folgenden Ausgabe distanzierte man sich von der Anzeige, weil diese bzw. das Buch „Verunglimpfungen“ und „antimuslimische Parolen“ enthalten hätte.

2005
Im Jahr 2005 bezog der Kopp-Verlag seine neuen Verlagsräume in der Rottenburger Pfeiferstraße.
Der neue Sitz hatte 1.000 Quadratmeter und die dazu gehörige Lagerhalle weitere 600 Quadratmeter.

1996

Seit 1996 ist der Kopp-Verlag in Rottenburg ansässig.

1994

Gründung des Kopp-Verlags durch Jochen Kopp in dessen Wohnung in Wurmlingen bei Tübingen.