Der Kopp-Verlag und die AfD

Zur politischen Bestimmung des Kopp-Verlags ist es auch interessant, sich genauer anzuschauen, wo denn die AutorInnen des Verlags politisch aktiv sind. Was Parteipolitik angeht, so ist eine Nähe zur AfD auffällig.
Innerhalb der AfD haben mehrere Personen Karriere gemacht, die auch für den Kopp-Verlag schreiben oder referieren. Bruno Bandulet etwa veröffentlichte Bücher im Kopp-Verlag und war Mitglied des Beirats der AfD in Bayern. Peter Boehringer war Mitautor in einem Sammelband des Kopp-Verlags und sitzt seit dem 24. September 2017 für die AfD im Bundestag.
Zwar hat Joachim Starbatty, Mitautor an einem Kopp-Sammelband, inzwischen die Partei wieder verlassen, aber er wurde davor für die AfD in das Europarlament gewählt.

Zusätzlich dazu referierten mehrere Autoren des Kopp-Verlags bei AfD-Gliederungen. Zu nennen wäre Thorsten Schulte, Gerhard Wisnewski, Karl-Albrecht Schachtschneider und der Anfang 2017 verstorbene Udo Ulfkotte.
Das sind alles keine Zufälle, sondern ist thematischen Überschneidungen zwischen AfD und Kopp-Verlag geschuldet.
Ulfkotte hetzte in seinen Büchern vor allem gegen Muslime und andere Minderheiten und Thorsten Schulte veröffentliche im Kopp-Verlag das Buch „Der Linksstaat“, in dem er gegen das Engagement gegen Rechts wettert.
Das sind auch Themen der AfD. So nimmt es kein Wunder, dass sich Partei und Verlag an vielen Punkten inhaltlich nahe stehen. Auch das Grundelement des Kopp-Verlags, die Verschwörung, taucht in der AfD an vielen Stellen auf.
Ähnlich wie die AfD ist der Kopp-Verlag auch sowohl Profiteur als auch Akteur des Rechtsrucks in der Gesellschaft.

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