Lesetipp: Zu Ulfkottes Umgang mit Kritik

Im aktuellen Antifa-Infoblatt Nr. 113 (4.2016) findet sich auch der Artikel „Udo Ulfkotte: Wenn ein rechter Autor auf kritische Besucher trifft“ von Jonas Fedders über Ulfkottes Umgang mit Kritik:

„Für unfreiwilliges Aufsehen um seine Person sorgten jedoch die Vorkommnisse vor gut eineinhalb Jahren, als Ulfkotte einen Vortrag bei einem „Bürgerstammtisch“ der „Alternative für Deutschland“ (AfD) im südhessischen Dietzenbach hielt. Ein paar linke Aktivist_innen mischten sich bei der besagten Veranstaltung unter die Zuhörer_innen und störten den Vortrag, indem sie „Bullshit-Bingo“ spielten: Bei bestimmten Begriffen — „Gender“, „Lügenpresse“, „Islam“ — gab es einen frenetischen Applaus, sodass Ulfkotte seinen Vortrag teilweise kurz unterbrechen musste. Die Stimmung unter den anwesenden Sympathisanten der AfD wurde von Mal zu Mal aggressiver. Irgendwann wurde es Ulfkotte dann zu viel: Er ging auf einen 15-jährigen „Störer“ zu, es kam zum Gerangel, am Ende lag der Jugendliche auf dem Boden. Neben Ulfkotte standen während dieses Vorfalls die Neonazis Daniel Lachmann und Stefan Jagsch, die damals den Landesvorstand der hessischen NPD bildeten. Lachmann stand dicht hinter Ulfkotte, während Jagsch versuchte, die Dokumentation des Vorfalls zu verhindern, indem er in die Kamera eines Fotografen griff.
Der Jugendliche kündigte nach der Attacke eine Strafanzeige gegen Ulfkotte an. „Einfach geil, wenn er mich angezeigt hat, dann habe ich seine Adresse… Suuupii… Da freuen sich schon einige andere mit!“, schrieb Ulfkotte daraufhin bei Facebook. Später ruderte er zurück und versuchte, den drohenden Unterton seiner Äußerung zu verharmlosen: Über die Personalien des Jugendlichen freue er sich nur, weil er „die Störer dann von weiteren Veranstaltungen mit mir für die Zukunft ausschließen lassen“ könne. Den Vorwurf, dass er den jungen Mann in irgendeiner Weise angegriffen habe, bestritt er vehement: Er habe lediglich „einen der Störer nach einer erfolglosen Aufforderung zum Verlassen des Saales an den Schultern gefasst, um ihn zum Verlassen des Raumes aufzufordern“. Der Teenager habe sich dann „sofort fallen gelassen“, so Ulfkotte.“

Der gesamte Artikel kann hier nachgelesen werden.

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